Die Tage um den Jahreswechsel

Guten Rutsch und alles Gute für 2021!

Vor dem Jahreswechsel nach der Wintersonnenwende werden die Tage langsam wieder länger. Allerdings gehen Sonnenuhren in diesen Tagen ein bisschen nach. In nördlichen Breiten ist eine Besonderheit dieser Zeit deutlich wahrnehmbar: Obwohl die Tage bereits länger und die Nächte kürzer werden, geht die Sonne morgens erst einmal nicht eher auf. In den ersten Tagen verschiebt sich der Tagesanfang sogar noch ein klein wenig nach hinten.

Viele Leute haben ein besonderes Verhältnis zu diesen Tagen. Einerseits liegt das sicher daran, dass fast alle frei haben und die Zeit nutzen können, um die Familie zu treffen. Andererseits haben bei manchen noch ein paar alte vorchristliche Bräuche überdauert. Meine Oma zum Beispiel war eigentlich nicht besonders abergläubisch, hängte zwischen Weihnachten und Neujahr aber doch lieber keine Wäsche auf, schon gar keine weiße.

Nach der Wintersonnenwende beginnen nämlich besondere Tage oder Nächte: die sogenannten Rauhnächte. In alten Kulturen unserer Breiten berechnete das Jahr sich nach besonderen Kalendern. Sie berücksichtigten Mondjahr und Sonnenjahr gleichermaßen.

Mond- und Sonnenjahr sind aber unterschiedlich lang. Nach den 12 Mondmonaten bleiben bis zum Ende des Sonnenjahres immer ein paar Tage übrig. Die meisten Lunisolar-Kalender lösen das durch Variation der Mondmonate, wie zum Beispiel durch einen weiteren Mondmonat als Schaltmonat alle 3 Jahre. Einfache Lunisolar-Kalender tun das nicht. Es bleiben jedes Jahr ein paar Tage übrig. Eine ähnliche Situation entstand aber auch dann, wenn alte und neue Kalender gleichzeitig üblich waren.

Die Rauhnächte sind also ein Ausgleich der Lücke zwischen dem kürzeren Mondjahr und dem Sonnenjahr oder zwischen Jahren nach alter und neuer Kalenderrechnung. Es sind die Tage zwischen den Jahren. Tage und Nächte außerhalb der Zeit. In denen sich besondere Dinge ereignen können.

Ich wünsche allen eine besondere, schöne Zeit auf dem Weg ins neue Jahr und alles Gute für 2021!

Stillleben mit Mohn

Stillleben mit Mohnkapseln

Ab und an reizt mich die still life photography. Meistens halte ich es einfach und der Hintergrund ist weiß oder ganz dunkelgrau. Hier ist er beides. Die Bleistiftzeichnung dafür zu gestalten, war eine Art Katharsis. Herausgekommen ist dieses Foto als Memento an den (fast) vergangenen Sommer.

In diesem Fotoblog gibt es schon ein paar Stillleben zu sehen. Für Liebhaber folgt mehr.

Stilles Ufer

Stilles Ufer: der neueste Beitrag meiner kleinen Fotoserie zum Thema Wasser:

Schilf im Wasser, Ufer unter Bäumen
Einsamer Platz am Ufer

Dieses abgeschiedene Plätzchen an der Schlei ist vergleichsweise ruhig. Zumindest waren wir dort ganz allein. Anders als an anderen Orten der deutschen Küste, wo Ordner ihren Dienst tun müssen, um die Menschenmassen hygienevorschriftsmäßig zu kanalisieren.
Dafür war ein stetiges Brausen des an- und ablaufenden Wassers zu hören.

Unterwegs mit Bildhauer Lutz Wiedemann

Ich war unterwegs mit Lutz Wiedemann und habe mit ihm außerdem über die Bedeutung von Sammeln, Ähnlichkeit und Variation für seine Arbeit als Bildhauer und Grafiker gesprochen.

Sammeln spielt für seine Arbeit in Bildhauerei und Grafik eine wichtige Rolle.
Oft gehen Monate oder sogar Jahre des Sammelns ins Land, bis die Arbeit eine konkrete Form als Kunstgrafik oder Skulptur annimmt.

Es gibt ein Video mit dem Interview:

Lutz Wiedemann im Gespräch mit Dagmar Tille