Rosen-Harissa aus Chilischoten mit Rosenblättern

Mischung verschiedener Chilisorten
Bestimmt für jeden was dabei: eine bunte Mischung verschiedener Chilisorten

Eine meiner derzeitigen Lieblingssoßen bzw. Würzpasten ist eine mit Rosenblättern aromatisierte Harissa.
Sie ist sehr schnell und einfach in der Zubereitung. Die Schärfe kann man z. B. beeinflussen, indem man unter den unterschiedlichen Chilisorten auf dem Bild, die richtige für sich aussucht.

Für ein kleines Glas nehme ich:

  • 5 Chilis (z. B. die länglichen roten Schoten)
  • 1/2 geschälte rote Spitzpaprika
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 EL gutes Olivenöl
  • Korianderkörner
  • etwas Schwarzkümmel
  • etwas Kreuzkümmel
  • Rosenblätter
  • grobes Salz

Ich schneide die Chilis der Länge nach auf und entferne die Kerne und das Weiße. Ebenso verfahre ich mit der Paprika. Um die Paprika zu schälen, grille ich sie kurz an und ziehe die Schale ab. Danach zerkleinere ich Knoblauch, Chili- und Paprikastücke zusammen mit dem Olivenöl mit dem Pürierstab oder im Blitzhacker zu einer Paste. Mit Öl oder ganz wenig Wasser kann man später die gewünschte Konsistenz einstellen. Ist die Masse schon zu flüssig, füge ich Chili oder Paprika zu. Die Korianderkörner röste ich mit den beiden Kümmelsorten in einer Pfanne ohne Fett kurz an. Die warme Mischung zerreibe ich im Mörser mit den Rosenblättern  und dem groben Salz. Das Ganze kommt in die Paste. Umrühren und fertig! Das Ganze duftet und schmeckt phänomenal!

Mit dem Verhältnis von Koriander und Rosenblättern kann man ein bisschen experimentieren. Schwarzkümmel kommt nach vielen anderen Rezepten nicht an die Harissa. Aber ich finde, dass er sehr gut in die Mischung passt.

Mal zu wenig, mal zu viel Bargeld

Notgeld zu Beginn der 1920er
Über eine Milliarde auf dem Tisch und keinen Appel und kein Ei wert …

Eine der Unwägbarkeiten des modernen Lebens wurde uns durch den Streik der Werttransportfahrer letzte Woche vor Augen geführt. Das Bargeld könnte knapp werden, hieß es. Prepper beherzigen vermutlich schon längst die Empfehlungen unseres ehemaligen Innenministers, Herrn de Maizière: Will man auf Krisensituationen vorbereitet sein, sollte man stets eine gewisse Menge Bargeld im Hause haben.

Zuviel Bargeld aber hat fatale Folgen: Die Erfahrung, dass sich die ohnehin schon extreme Inflation noch weiter zur Hyperinflation steigern kann, musste die deutsche Bevölkerung vor 96 Jahren machen. Im Jahr 1923 verschärfte sich die Situation derart, dass Geld, das die Leute am Mittag eingenommen hatten, schon am Abend praktisch wertlos sein konnte.

Für die 1115 Millionen und eine Mark, die hier auf dem Tisch liegen, hätte man sich bereits im Frühherbst 1923 nicht einmal mehr ein Ei kaufen können. Geschweige denn, das Gläschen goldigen Safrans daneben.

1914 hatte die deutsche Regierung geglaubt, die horrenden Kriegskosten nach dem Sieg dem unterlegenen Gegner aufbürden zu können. Es kam anders. Denn nach der Kapitulation sah sich der deutsche Staat mit zweierlei Schulden konfrontiert: mit den in Gold und Devisen zu leistenden Reparationszahlungen und mit der Rückzahlung der Kriegsanleihen an die eigene Bevölkerung.

Vor allem der ärmere Teil der deutschen Bevölkerung hat die deutschen Kriegsschulden aus den Kriegsanleihen durch die Geldentwertung mit Hunger und Elend bezahlt: der dreistellige Milliarden-Betrag, den der deutsche Staat den Anlegern aus den Kriegsanleihen geschuldet hätte, war nach der Währungsreform auf ein Billionstel seines ursprünglichen Wertes geschrumpft: nämlich auf etwas mehr als 15 Pfennige.

Prost Neujahr!

Es gibt viele Rituale und Bräuche zur Jahreswende: Bleigießen, Hämmern, das Haus ausräuchern, rote Unterwäsche tragen, Punkt Zwölf zwölf Trauben essen, oder Austern, oder oder oder…

zwei Gläser Sekt und ein Korken
Prost Neujahr!

Zum Jahreswechsel mit einem Glas Champagner oder Sekt anzustoßen dürfte aber wirklich mit Abstand die weltweit am häufigsten begangene Tradition sein.

In diesem Sinne: Lasst uns anstoßen.

Allen ein frohes und glückliches neues Jahr!

Zitronenpresse – die zweite

Arrangement mit Granatapfel, Zitronenhälfte und Zitronenpresse

Die Zacken der Zitronenpresse und die Krone des Granatapfels wollten unbedingt zusammen aufs Bild. Ein Farbflash und nach dem Fototermin eine Vitaminspritze für kalte Wintertage.