Wassertropfen

Wassertropfen auf einem Ahornblatt
Wassertropfen auf einem Ahornblatt

Diese wunderschönen Wassertropfen auf der Rückseite eines Ahornblattes glitzerten in der herbstlichen Morgensonne. Ich habe das Blatt sehr vorsichtig samt Wassertropfen zum Fotografieren mitgenommen. Sie haben ihre Kugelform dabei für mich erstaunlich gut bewahrt. Woran liegt das?

Wasser ist die auf der Erde häufigste chemische Verbindung. Es besteht aus Molekülen, in denen zwei Wasserstoff-Atome mit einem Sauerstoff-Atom eine Verbindung eingehen. In der chemischen Summenformel, kurz H2O genannt. Der Winkel zwischen den beiden Wasserstoffarme des Moleküls beträgt 104,45 °. Auf Grund dieser Form bilden Wassermoleküle einen sogenannten Dipol: An der Seite des Sauerstoff-Atoms ist die Ladung negativ, an der Seite der beiden Wasserstoff-Atome ist sie positiv. Und weil die Wassermoleküle dipolig sind, ziehen sie sich gegenseitig an. Sie bilden Wasserstoffbrücken. Die gegenseitige Anziehungskraft der Wassermoleküle bewirkt auch, dass Wasser eine ziemlich große Oberflächenspannung hat. Und die ist der Grund für die kugeligen Tropfen.

Das Foto ist Teil einer kleinen Serie zum Thema Wasser, die hier in unregelmäßigen Abständen erscheinen soll. Wer alles bisher erschienene sehen möchte, kann hier schauen: Serie Wasser von Dagmar Tille.

Wasserstoff tanken

Glas mit Wasser als Symbolbild für Wasserstoff als Energieträger
Das H2 aus dem H2O in diesem Glas war vor 20 Jahren Hoffnungsträger neuer Energien

Vor genau 20 Jahren, am 12. Januar 1999, eröffnete Ortwin Runde, Hamburgs damaliger Erster Bürgermeister in der Hansestadt die erste private Wasserstofftankstelle Europas. Die Tankstelle war Teil eines größeren Projekts, in dem der Wasserstoff zunächst von der örtlichen Chemieindustrie stammte. Später sollte er dann aus Island kommen.

Inzwischen gibt es zwar deutschlandweit bereits rund 50 Stellen, an denen man Wasserstoff tanken kann. Allerdings ist die Technologie über Brennstoffzellen betriebener Kraftfahrzeuge auch heute, 20 Jahre später, kaum verbreitet. Das dürfte auch auf die starke Konzentration auf E-Mobilität und batteriebetriebene Autos zurückgehen. Für alle, für die die geringen Reichweiten und langen Ladezeiten der E-Mobile ein k.o.-Kriterium sind: In absehbarer Zeit könnte sich die Wasserstoff-Technologie zu einer gangbaren Alternative mausern.