Bärlauch im Waldmeister-Buchenwald

Bärlauch im Waldmeister-Buchenwald
Bärlauch im Waldmeister-Buchenwald

Der würzige Geruch begrüßt den Wanderer bereits,  wenn er sich im Frühjahr um den 1. Mai herum dem Wald nähert. Einen Teppich weißer Blüten sieht man ebenfalls aus der Ferne leuchten. Denn Bärlauch bedeckt weite Teile des Waldbodens. Dazwischen stehen nicht ganz so auffällig Waldmeister, Bingelkraut und gelbe Windröschen. Die Rede ist vom Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum). Seine kalkhaltigen oder basischen Böden bescheren ihm eine üppige Krautschicht.

Auf der Suche nach Bärlauch wäre man in einem solchen Wald also genau richtig.  Der Name Bärlauch soll übrigens darauf zurückgehen, dass Bären ihn nach dem Winterschlaf gerne als erstes gefressen haben sollen. Aber auch Waldmeister findet sich und trägt sein Quäntchen zum olfaktorischen Gesamteindruck bei. In jedem Fall ist ein Spaziergang im intakten Waldmeister-Buchenwald wegen der Artenvielfalt ein eindrucksvolles Natur-Erlebnis.

Beim Sammeln der Bärlauchblätter muss man sich klar sein, dass die noch blütenlose Pflanze mit stark giftigen Pflanzen verwechselt werden kann: Mit dem Maiglöckchen und der Herbstzeitlosen. Beide können zur gleichen Zeit und am gleichen Standort vorkommen. Es gilt also: ist man nicht sicher, stehen lassen! Sammelt man, heißt es: Jede Pflanze vor dem Pflücken genau anschauen! Die Unterscheidung vom Maiglöckchen ist vergleichsweise deutlich – Bärlauchblätter wachsen immer einzeln am Stengel, d. h. ein Stengel, ein Blatt. Beim Maiglöckchen wachsen je zwei Blätter an einem Stengel. Bei der stark giftigen Herbstzeitlosen ist die Unterscheidung schon etwas schwieriger,  weil auch sie am gleichen Standort vorkommt und zwischen Bärlauchpflanzen stehen könnte. Bei ihr wachsen mehrere, dem Bärlauch aber sehr ähnliche Blätter aus einem bzw. um einen Stengel.

Eine Alternative: Eindrücke sammeln und dem Aurorafalter hinterherschauen.

 

 

Löwenzahnblüten

Löwenzahnblüten in und neben Papierkugel
Diese Löwenzahnblüten dienten nur der Dekoration

Noch war die Wiese gelb gepunktet von den Löwenzahnblüten. Ich habe ein paar Handvoll dieser sonnengelben Pracht zum Fotografieren vor dem Rasenmäher gerettet. Doch das ist nicht das einzige, wofür sie sich eignen. Der gewöhnliche Löwenzahn (Taraxacum) ist ziemlich vielseitig. Dass man Salat aus den jungen Blättern zubereiten kann, ist seit der ersten Ökowelle in den 80er Jahren ja ziemlich bekannt – und hat seinerzeit Anlass zu allerlei Spott geboten. Aus den Wurzeln lässt sich Sirup oder Gelee herstellen. Die Wurzeln verarbeitete man in Mangeljahren geröstet zu Ersatzkaffee.

In jedem Falle werden die gelben Blüten gerne von Bienen und Hummeln angeflogen – sind also eine gute Bienenweide. Das allein sollte dazu führen, diese schöne Pflanze nicht als Unkraut zu betrachten. Doch auch aus pharmazeutischer Sicht, ist sie nicht zu verachten. Kein Unkraut eben, sondern eine Heilpflanze. Löwenzahn hat harntreibende und appetitanregende Wirkung, liefert Inulin und seine Inhaltsstoffe sind sogar in der Onkologie als therapiebegleitende Mittel im Gespräch.

Aber damit nicht genug: Eine seiner Arten, der russische Löwenzahn, oder Taraxacum koksaghyz, produziert besonders viel Milchsaft, der als Ersatz für Naturkautschuk genutzt werden soll.

Glückliches Rind auf der Weide

Rind auf der Weide
Hübsches Rind auf einer Weide direkt an der Böhme

Das Glück findet ein Rind auf der Weide. Dieses hübsche Exemplar wiederum hat das Glück ganzjährig auf der Weide glücklich sein zu können. Seinem lockigen Oberfell und dem dichten Unterfell sei Dank.

Langzeithoch im Februar

blattlose Eichenäste vor Bäumen
ungewöhnliche Wetterlage im Februar

Ungewöhnlich schönen Tage im Winter bescherte uns das Langzeithoch im Februar 2019. Natürlich nutzen wir die Sonnenstunden für ausgedehnte Spaziergänge. Die klare Luft, warme Plätzchen für ein frühes Sonnenbad: das alles stand im Kontrast zu den schroffen Silhouetten noch blattloser Bäume im Gegenlicht.

Silhouette einer noch blattlosen Eiche vor dem wolkenlosen Februarhimmel
Silhouette einer noch blattlosen Eiche vor dem wolkenlosen Februarhimmel